12.01.2009

Addis Abeba, 12.1.2009

Lieber Herr Laufenberg,

vielen Dank für Ihre Email vom 2.1.2009 und alle guten Wünsche zum Neuen Jahr. Vielen Dank auch für die Überweisung des Geldes, das, wie Sie unten lesen werden, bereits ausgegeben worden ist. Nachträglich wünsche ich auch Ihnen und den Schülern ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr, speziell auch in bezug auf die Nachhaltigkeits-AG.

Nun möchte ich auf Ihre Fragen und Wünsche eingehen und darüber informieren, wie es läuft.

Der Workshop mit den deutschen Lehrern hat heute begonnen. Es sind Teilnehmer aus zwölf verschiedenen Schulen der Umgebung angetreten und obendrein ein Vertreter der Schulbehörde der Stadt Addis Abeba. Der stellvertretende Schulleiter der German Church School und ich hatten zuvor der Schulbehörde einen Besuch abgestattet, unser Projekt vorgestellt und um Begleitung gebeten. Der stellvertretende Leiter der Schulbehörde, selbst für Lehrerfortbildungen zuständig, hat tatsächlich einen Experten geschickt. Das unterstützt den Workshop und wertet ihn auf. Es läuft also gut an.

Erst am Ende der Woche werden die eingekauften Unterrichtsmaterialien weitergegeben, und zwar an einen erfolgreichen Teilnehmer, der in seiner Schule bereits einen Raum für die Naturwissenschaften vorweisen kann und möglichst auch ein paar Schränke, um die Sachen ordnungsgemäß aufbewahren zu können. Eine Übergabezeremonie an eine äthiopische Schule ist selbstverständlich vorgesehen und wird entsprechend dokumentiert. Dies hatte ich auch schon Arne Sell geschrieben, der Unterlagen für eine Projektmappe erbeten hatte.

Das ausgegebene Geld habe ich vom Pfarrer geliehen, da ich ja an das Konto noch nicht heran komme. Ich habe aber per Online-Banking einen Auszug vorweisen können. Meine beiden deutschen Kollegen haben eine Schmalspurausstattung zusammengestellt und werden damit eine Schule mit Materialien für Physik und zwei Schulen für Chemie beglücken. Welche Schulen das sind, wird sich noch finden.

In der vergangenen Woche waren die beiden Fortbilder schon vor Ort, und wir haben gemeinsam eingekauft. Jeden neu eingehenden Betrag, sollte es den geben, kann ich gut unterbringen, auch wenn die Fortbilder abgereist sein werden.

Die Sache mit den Spendenbescheinigungen habe ich schon vor längerem zu klären versucht. Inzwischen ist gesichert, dass die „Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Äthiopien“ Spendenbescheinigungen für durchlaufende Beträge ausstellen kann. Das heißt, ich werde das Geld von dem projekteigenen Konto, das bei der Sparkasse Neuss eingerichtet wurde, auf das Kirchenkonto überweisen. Von dort erhalte ich dann Geld in Landeswährung und setze dies hier um. Alle Spender erhalten dann Spendenbescheinigungen in Euro-Beträgen.

Eine Übergabezeremonie an mich ist natürlich möglich, sobald ich in Deutschland bin. Voraussichtlich ist dies Ende Februar der Fall. Ich werde mich melden. Ich überlege auch, ob ich einen Bericht an die Neuß-Grevenbroicher Zeitung schicken soll, damit das Projekt Schwung kriegt. Die NGZ hat in früheren Jahren gelegentlich über meine Arbeit berichtet und meint, dass die Leser das interessiert.

Vielen Dank für allen Einsatz zu Gunsten des Projektes und freundliche Grüße auch an alle AG-Schüler/innen

Ursel Stahlmann

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