Addis Abeba, 21.11.2010

Lieber Herr Laufenberg, lieber Herr Bock,

vom 21. Dezember bis 21. Januar werde ich in Grevenbroich sein. Vor Weihnachten ist sicher keine Möglichkeit mehr, Kontakt mit der iNAG aufzunehmen, aber bestimmt im Januar. Die Geldtransaktion ist gelaufen, die ca. 800.- Euro sind auf dem Konto für die Naturwissenschaften gelandet.

Wie ich im letzten Brief an die iNAG schon schrieb, bin ich im Moment eifrig damit beschäftigt, das Geld der Deutschen Botschaft auszugeben. Das ist ziemlich arbeitsreich, weil damit ja auch immer die Einweisung der Lehrer verbunden ist. Nächste Woche bin ich in Debre Zeit, einer kleinen Stadt nur 80 km von Addis entfernt. Dort bekommen 12 Schulen die Kiste mit Grundausstattung, die das Schulministerium zusammengestellt hat. Ein Experte von denen kommt mit, um eine Einweisung zu geben. Das Geld für die Kisten stammt aus dem Projekt der Deutschen Botschaft, während der Experte und der Transport vom Manager eines Waisenhauses mit Schule in Debre Zeit unterstützt wird. Der zuständige Schulleiter sammelte auch die Fachlehrer der anderen 11 Schulen ein. Das ist der Anfang von Unterrichtsqualität in der Provinz.

Ich habe einen Antrag an die Organisatoren für den Basar der Diplomatenfrauen gestellt. Diese veranstalten jedes Jahr einen riesigen Basar, der reichlich Geld abwirft. Er findet am nächsten Samstag statt. Der Reinerlös geht immer in Projekte vor Ort. Wenn die „Pascal Teachers Group“ berücksichtigt werden sollte, könnten endlich die Biologielehrer bedacht werden. Die wollen wenigstens ein paar Modelle wie Torso, Auge oder Ohr, haben und Mikroskope. Dafür war bisher zu wenig Geld da, weil die Dinge sehr teuer sind.

Bis bald! Ich freue mich auf ein Wiedersehen und verbleibe bis dahin mit herzlichen Grüßen

Ursel Stahlmann