Addis Abeba, 05.05.2012

Welche Aktionen und Fortbildungen sind momentan geplant?
  • Im Prinzip findet einmal monatlich je eine Nachmittagsfortbildung in Physik und Chemie statt.
  • In Biologie sind die Fortbildungen eher unregelmäßig.
  • Ende Mai kommen zwei Biologielehrer aus Sandhausen bei Heidelberg mit einer Schülergruppe. Mit der Schule verbindet uns eine langjährige Partnerschaft mit Schülern. Die deutschen Lehrer werden auch fortbilden, und ich hoffe, dass sie sich das Mikroskopieren vornehmen.
  • In Kürze wird eine offizielle Übergaben mit ein paar Honoratioren stattfinden, wobei die Spenden des letzten Diplomatenbasars offiziell übergeben werden.
Wie viele Schulen nehmen momentan an dem Projekt „Pascal Teachers Group“ teil?
List of schools involved in the Project:


Government and Public Schools, which need support

  1. Atse Naod School, Public School
  2. Beherawibete Mengist Primary School
  3. Belay Zeleke Primary School
  4. Hizabawi Serawit Primary School
  5. Mehal Ginfile Primary School
  6. Menelik I Primary School
  7. Menelik II Primary School
  8. St Markos Primary School


Private Schools, which need support

  1. Atse Tekle Giorgis School
  2. Little Angel Primary School
  3. Mekane Yesus School

There are three schools, of which the teachers are joining the workshops on their own interest and in order to support other teachers, but they are not supported by donations, because the schools have a budget for teaching aids

  1. German Church School
  2. Kidane Mehret School, catholic school
  3. Nazaret School, catholic girls school

Wieviel Geld wurde bisher  gespendet?

Spendeneinnahmen für das naturwissenschaftliche Projekt in Addis Abeba.
Erhalten von Einrichtungen und Privatpersonen in Euro:

  • Pascal-Gymnasium und iNAG:   7.407,85.-
  •  Lions-Club Grevenbroich:   5.000.-
  • Rotary-Club Grevenbroich:     350.-
  • Privatpersonen: 1.050.-
  • Deutsche Botschaft Addis Abeba: ca. 13.000.-
  • Diplomaten-Basar in Addis Abeba: ca. 8.000.-

insgesamt: 34807,85 Euro (alle Beträge in äthiopischen Birr wurden umgerechnet und gerundet.)

Hinweis von Frau Stahlmann:
leider hat dieses Jahr die Deutsche Botschaft eine Zuwendung abgelehnt.
Sie haben dort eine neue Sachbearbeiterin, und die ist uns nicht so gewogen wie der letzte Mitarbeiter, von dem wir zweimal einen Zuschlag erhielten.

 

Wie ist die Resonanz bei den teilnehmenden Schulen, dem Ministerium und in der Öffentlichkeit?

  • Die beteiligten Schulen konnten nun einen kleinen Basisbestand ansammeln. Die Lehrer sind glücklich darüber, denn das macht ihren Unterricht deutlich interessanter als nur aus dem Buch zu schöpfen. Die Schulleiter werden von meinem Kollegen Yohannes, der mit mir zusammen verantwortlich ist, regelmäßig besucht, um alle bei der Stange zu halten.
  • Das Schulministerium der Stadt Addis Abeba hat für den Kontakt zu uns einen qualifizierten Mann, einen Physikexperten, abgeordnet. Dessen Vorgesetzter, der stellvertretende Leiter des Schulministeriums würde gern mehr Schulen anschließen. Aber dazu reichen derzeit weder die Mittel noch die Fortbilder.
  • Die Öffentlichkeit ist kaum an solche Projekte heranzubringen. Mal sehen, ob wir noch einmal in die Zeitung kommen können.

 Wer leitet die Fortbildungen?

Im Jahre 2007 konnten zwei junge Lehrer für Physik, und Chemie aus Deutschland gewonnen werden, die eine ganze Woche lang einen Workshop in ihren Fächern abhielten. Vermittelt wurde dies durch den ehemaligen stellvertretenden Schulleiter der Botschaftsschule, Herrn Norbert Klevenz. Um das hohe Engagement der Gastlehrer möglichst effektiv nutzen zu können, wurden Fachlehrer der Primary Schools (Klassen 1 – 8) der Umgebung zu den Workshops in die German Church School eingeladen.  Die einheimischen Lehrer und die deutschen Fortbilder waren begeistert, und alle wünschten sich eine Fortsetzung. Also kamen die Deutschen ein Jahr später wieder.

Die deutschen Lehrer konnten in der Folgezeit nicht wiederkommen, aber die Äthiopier wollten unbedingt weitermachen. Zunächst sprangen Lehrer der Botschaftsschule wie Herr Weisser, Frau Gerling und Herr Strobel ein. Dr. Yonas Chebude, an der Universität Addis Abeba für Chemie zuständig, und jetzt auch Mitglied des Schulvorstandes der Botschaftsschule, stellten sich zur Verfügung, um Workshops mit Demonstrationen abzuhalten. Wenn aber diese Workshops ganz regelmäßig stattfinden sollen, müssen äthiopische Lehrer eingesetzt werden, um die Verantwortung zu übernehmen, da diejenigen, die mit viel Einsatz den Start organisiert haben, nicht weiter belastbar sind. Einige geeignete äthiopische Lehrer konnten inzwischen auch eingesetzt werden.

Die Fachlehrer der drei Privatschulen, die sich selbst tragen, sind in der Gruppe der Teilnehmer an den Workshops höchst willkommen. Sie beraten mit darüber, was mit den vorhandenen Mitteln und den vor Ort gegebenen Möglichkeiten angeschafft werden kann. Privatschulen können sich bessere Lehrer leisten, da sie im allgemeinen auch mehr bezahlen, und die Lehrer sind bereits erfahren im Umgang mit Demonstrationen für Schüler. Inzwischen haben alle neuen öffentlichen Schulen – und davon gibt es allein in Addis Abeba ein paar hundert – einen Raum für Naturwissenschaften erhalten; aber oft steht da nichts drin. Eine Organisation, die das Projekt trägt, gibt es nicht. Vielmehr wird alles durch Einzelspenden finanziert.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Spaß beim Sponsorenlauf und vor allem viel Erfolg beim Einsammeln von Mitteln zur Unterstützung der vorgesehenen Projekte! Ihnen und allen anderen Beteiligten vielen Dank im Voraus und ganz herzliche Grüße

 Ursel Stahlmann