Am 05.August 2013 habe ich das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) mit einem Praktikum in der Baumschule Nicolin begonnen. Drei Wochen Praktikum und eine Woche Seminar, bevor es dann an die eigentliche Arbeit am Pascal Gymnasium in Grevenbroich ging.

Am 02. September war es dann soweit. Als erstes eine kleine Besprechung und eine Geländeführung.

Meine erste Aufgabe war es, gemeinsam mit dem anderen FÖJler, die Wildblumenwiese runter zu sensen. Zu anfangs tat man sich noch schwer mit der Sense, aber mit jedem weiteren mal, wurde es besser. Ich weiß jetzt wie man mit einer Sense richtig umzugehen hat.

Noch in der ersten Woche bekamen wir unsere Standard Aufgaben. Selbstlernzentrum, Cafeteria und der tägliche Hofrundgang um den Müll auf dem Schulgelände aufzusammeln. Hier ist Höflichkeit geboten. Bei beiden Arbeiten steht man in Kontakt zu Schülern und Lehrern.

Im Schulgarten fallen weitere Aufgaben an. Blumen gießen, Unkraut zupfen und beschneiden.

In den ersten Wochen habe ich Holunder gepflückt um an einem Montagmittag diese einzukochen und so mit Holundergeele zu erhalten. Für mich war es spannend zu sehen, was vorher alles getan werden muss. Es war das erste mal, dass ich Holundergeele gemacht habe.

Über mehrere Wochen haben wir FÖJler Äpfel gesammelt und zusammen mit der ‚Umwelt aktiv AG‘ auch welche vom Baum gepflückt. An einem freien Tag der Schule waren wir neben an in der Realschule, dort haben wir aus den Äpfel Apfelkompott hergestellt. Es war harte Arbeit die ganzen Äpfel zu schälen und in kleine Stücke zu schneiden. Es hat fast acht Stunden gedauert bis wir mehrere Gläser Apfelkompott fertig hatten. Alles in allem war es eine schöne Erfahrung und eine Abwechslung zu einem normalen Arbeitstag.

Jeden Mittwoch gehen wir los um die Grünflächenpatenschaft zu erledigen. Vom AOK Gelände bis zum Bahnübergang an der Bergheimerstraße wird der Müll aufgesammelt. Am Anfang war es schon eine unangenehme Aufgabe. Früher gehörte es nicht zu meinem Alttag, den Müll auf den Straßen oder Wegen zu beseitigen. Aber recht schnell habe ich mich daran gewöhnt, es macht mir auch nichts aus. Mittlerweile mach ich es sogar gerne. Ich sehe, was ich geschaffte habe und kann stolz auf mich sein, wieder dafür gesorgt zu haben, dass wenigstens um das Schulgelände kein oder nur wenig Müll liegt.

Gemeinsam mit dem anderen FÖJler habe ich die gelben Mülltonnen in den Klassenräumen verteilt. Von da an ging es jeden Freitag zur Kontrolle. Mülltrennung wird in einigen Schule nicht durchgeführt, umso schöner ist es, dass das Pascal Gymnasium sich darum kümmert. Schüler lernen so, dass nicht jeder Müll gleich ist.

Mein erstes eigenes Projekt waren die Fledermaus kästen. Zu erst habe ich mich allgemein über Fledermäuse informiert, um eine gute Grundlage an Wissen über die Tiere zu haben. Danach habe ich mich über Standorte für die Fledermauskästen erkundigt und auf dem Schulgelände nach geeigneten Plätzen gesucht. Damit auch alles seine Richtigkeit hat, habe ich mit Herrn Peiffer zusammen gearbeitet. Er hat mit Schülern zusammen die Kästen gebaut. Mit ihm habe ich die Plätze durch gesprochen. Als wir das Okay von Herrn Schauf bekamen, haben wir sofort angefangen mit dem Aufhängen. Jetzt haben wir sechs Kästen auf dem Schulgelände und hoffen, dass Sie auch bewohnt werden. Das ganze Projekt hat Spaß gemacht. Ich konnte mir viel neues Wissen aneignen.

Jeden Dienstag und Mittwoche halte ich mich in der Übermittagsbetreuung auf. Ich will den Kindern die Natur nahebringen, ohne Sie dazu zu zwingen. Die Kinder zeigen viel eigen Initiative und sind bereit freiwillig mit mir nach draußen zu gehen. Sie helfen mir beim Äpfel pflücken oder beim Blätter sammeln. Hin und wieder findet auch mal ein kleines Quiz statt zum Thema ‚Natur und Umwelt‘. Ich glaube, dass Sie so Spaß an der Natur finden und Sie neu kennen lernen. Ich habe auch schon neue Ideen für die Kinder der Übermittagsbetreuung.

Mit den Kindern zu arbeiten macht mir wahnsinnig viel Spaß. Sie stellen Fragen und zeigen so ihr Interesse an der Sache. Ich lerne auch vieles dazu, wenn ich mit ihnen Arbeite. Sie zeigen mir, was für Sie spannend ist und was Sie langweilig finden. So kann ich das richtige finden, um mit ihnen zu arbeiten.

Eine genauso schöne Aufgabe war es, das Klimafrühstück vorzubereiten und auch an einigen Tagen mit anwesend zu sein. Das Klimafrühstück wird für die neuen Stufe fünf veranstaltet. Es wird geklärt was Klima überhaupt ist, es wird gefrühstückt und danach darüber gesprochen. Denn nicht alles was wir essen ist gut für das Klima. Vieles kommt aus anderen Ländern und muss durch lange Anreiseprozesse zu uns geliefert werden, ziemlich Umweltschädlich.

Ich konnte gut beobachten, wie sich die Kinder mit dem Thema beschäftigen. Es war Unterricht, aber anders. Es gibt eben verschiedene Möglichkeiten, Menschen etwas beizubringen.

Das Pascal Gymnasium hat einen Bauwagen, in dem viele verschieden Sportgeräte für die ‚aktive Pause‘ gelagert sind. Der Bauwagen muss vor Unterkletterung geschützt sein. Wir FÖJler haben mit viele Ästen unter dem Bauwagen ein Igelhotel geschaffen. So ist der Bauwagen nicht mehr zu unter klettern und noch Nachhaltig.

Die Benjes Hecke, die viele freien Stellen des Schulgeländes schützt oder noch schützten soll, wurde von vielen Tatkräftigen Hände weiter gebaut. Aus Totholz wird eine Hecke geschaffen und im späteren verlauf soll diese von Ranken gefestigt werden. In solchen Hecken finden Insekten und kleine Tiere einen Unterschlupf oder einen Ort zum Eier legen.

Das ganze Schulgelände des Gymnasium ist ein Trittstein im Biotopverbund. Der Schulgarten mit all seinen Elementen, die Bejnes Hecke, die Bienenkästen und vieles mehr machen den Schulhof zu einem Trittstein. Dazu habe ich ein Plakat erstellt, darauf ist die Schule zu sehen mit allen ‚Trittsteinen‘. Ich wusste nicht, das es so viele Dinge gibt, die wir haben, die zum ‚Trittstein im Biotopverbund‘ gehören.

Ich habe in dem halben Jahr schon so vieles erlebt und an so vielem gearbeitet. Bei mir ist eine Menge Wissen angekommen.

Ich habe mich über einige Begriffe eigenständig informiert, um mein Wissen auszuweiten. Begriffe wie: ‚Trittstein im Biotopverbund‘, ‚UNSECO‘, ‚Biodiversität‘ und ‚UNESCO-Projekt-Schule‘. Ein kleines Grundwissen war irgendwo vorhanden, aber bei genauerem nachlesen, habe ich alles besser verstanden und wusste auch worum es wirklich geht. Auch im Themenbereich Bienen konnte ich mein Wissen aufbessern. Durch die Imker AG habe ich zum ersten mal wirklichen Kontakt zu Bienen gehabt. Die Schüler der AG haben mir die verschiedensten Dinge erklärt. Ich weiß jetzt von Sachen, die ich vorher nicht kannte.

Und so ist es nicht nur im Bezug auf die Bienen, auch so habe ich mich in verschieden Bereich weiterbilden können. Ich habe neue Sachen gelernt, die ich ohne das FÖJ nicht gelernt hätte.