Erinnerung: Ausstellung “Klima wandelt”

Bis Ende Januar kann noch die Ausstellung “Klima wandelt” der NRW-Stiftung Umwelt und Entwicklung in der Freiherr-vom-Stein-Realschule besucht werden! Die Ausstellung ist in Teilen geeignet für Schüler/innen ab der 8. Klasse.

Kostenersparnis durch LED-Beleutung

Düsseldorfer Schulen sparen erhebliche Kosten durch den Einbau von LED-Beleuchtung, wie der Baudezernent in Düsseldorf, Gregor Bonin, mitteilt. Beispielsweise die Schule an der Graf-Recke-Straße spart 83% der Stromkosten, die Schule Rather Kreuzweg braucht nur 20% der bisherigen Kosten zu zahlen. Einsparungen an anderen Schulen betragen mindestens 59% wie bei der Schule an der Eisenstraße. Mit dem systematischen Einbau wurde 2011 begonnen, weil die steigende Qualität dieser Art von Beleuchtung dies auch in Klassenzimmern und Sporthallen zuließ. Auch in Zukunft werde der Einbau von LED-Beleuchtung bei Neu- und Umbau geprüft (Quelle: Rheinische Post, 3.9.14).

Buy good stuff – fairer Einkaufsführer für Düsseldorf

“BUY GOOD STUFF”, Düsseldorfs erster fairer Fashion Guide, ist ab September 2014 in ausgewählten Shops, in Institutionen der Stadt Düsseldorf und der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf kostenlos erhältlich. Zusätzlich gibt es die Ausgabe jetzt auch als E-Book. Die AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf hat mit ihren Studierenden den ersten nachhaltigen Guide für Düsseldorf herausgebracht. Für das gelungene Projekt hat Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel die Schirmherrschaft übernommen. “BUY GOOD STUFF”: Mehr als einhundert Seiten, eintausend Informationen: Das ausgiebige Ladenverzeichnis mit Store- und Designerportraits, Interviews, Berichten und Reportagen bietet dem Leser jede Menge Service. Unterstützt wurde das Projekt von Sponsoren wie der Lokale Agenda 21, ein Programm der Stadt Düsseldorf, das nachhaltige Ideen auf lokaler Ebene umsetzt. E-Book unter amdnet.de/duesseldorfgoodstuff

Forum Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW – Dokumentation

Nachhaltiges Handeln ist für jeden Beruf und für jede Branche von Bedeutung. Bildung für nachhaltige Entwicklung kann Innovationen vorantreiben und die Attraktivität der Berufsbildung steigern. Am 4. November 2014 fand in Düsseldorf zum ersten Mal das Forum „Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW“ statt – in prominenter Besetzung. Veranstaltet wurde die Tagung von der NRW-Agentur “Bildung für nachhaltige Entwicklung”.

Impulse und Diskussionsgrundlagen kamen von rund 30 Mitwirkenden, die mit Vorträgen und anschaulichen Beispielen aus der Praxis die Veranstaltung bereicherten. Die Dokumentation der Veranstaltung ist online und vor allem für die Berufsschulkolleg/innen im Netzwerk interessant. Dokumentation unter zukunft-lernen-nrw.de

UNESCO-Bildungsbericht 2013/14 und Perspektive in Richtung BnE

“Die elfte Ausgabe des Weltberichts `Bildung für alle´ identifiziert eine globale Lernkrise, die dadurch entsteht, dass zu viele Kinder keine grundlegenden Fähigkeiten erwerben. Weltweit können 250 Millionen Kinder kaum lesen, schreiben und rechnen, obwohl die Hälfte von ihnen mindestens für vier Jahre eine Schule besucht hat. Dadurch gehen der Weltgemeinschaft rund 129 Milliarden US-Dollar pro Jahr verloren. Eine Ursache für mangelnde Bildungsqualität sind laut Bericht Lehrermangel und schlecht ausgebildete Lehrer. Um allen Kindern eine abgeschlossene Grundschulbildung zu ermöglichen, müssen von 2011 bis 2015 weltweit insgesamt 5,2 Millionen Lehrer eingestellt werden. Daher widmet sich der Bericht dem Schwerpunktthema „Lernen und Lehren“ (zitiert nach Webseite der UNESCO). PDF-Datei des Kurzberichts in deutscher Sprache unter <http://unesco.de/8744.html> Siehe auch Spiegel-Artikel dazu unter spiegel.de/schulspiegel

Interessant ist die Perspektive: Die zwölfte, im April 2015 erscheinende Ausgabe, wird der letzte Bericht dieser Art sein. Er wird abgelöst von einem Bericht, der die Arbeit zur Erreichung neuer Bildungsziele unter der post-2015 Agenda und der Sustainable Development Goals beobachtet, die derzeit in der UNO beraten werden und die Milleniumsentwicklungsziele ablösen werden. Eine Serie von Studien soll die weltweite Arbeit für mehr und bessere Bildung unter den Rahmenbedingungen der Sustainable Development Goals analysieren. Der erste Bericht der Serie wird 2016 erscheinen und thematisiert die komplexe Verbindung von nachhaltiger Entwicklung und Bildung. Unter dem Titel „Education, sustainability and the post-2015 development agenda“ soll untersucht werden, welche bildungspolitischen Strategien und Programme unter den neuen ökonomischen, ökologischen, sozialen und politischen Prioritäten der nachhaltigen Entwicklungsagenda die beste Wirkung erzielen. Der Bericht soll außerdem ein neues Monitoringsystem für Bildung entwickeln und die zentralen politischen und finanziellen Herausforderungen der post-2015-Ära untersuchen. Das wird auch für die deutsche Bildungsdebatte neue interessante Herausforderungen ergeben. Vgl. bne-portal.de/aktuelles/meldungen/unesco-bildungsbericht-2016 (letzte Zugriff 20.12.2014)

Bildung auf einen Blick 2014: Ländernotiz Deutschland (OECD)

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die aktuelle Ländernotiz 2014 der OECD zum deutschen Bildungssystem (auch wenn BnE hier noch keine Rolle spielt). “Die Publikation Bildung auf einen Blick (OECD-Indikatoren) ist die maßgebliche Quelle für genaue, sachdienliche Informationen über den Stand der Bildung weltweit. Sie enthält Daten zum Aufbau, zur Finanzierung und zur Leistung der Bildungssysteme der 34 OECD-Mitgliedsländer sowie einer Reihe nicht in der OECD vertretener G20-Staaten und mehrerer Partnerländer” (zitiert nach Webseite der OECD).

Zunächst einmal wird gegenüber dem oben erwähnten Bericht der UNESCO deutlich, dass die Probleme im Bildungssystem eines entwickelten Staats wie Deutschland auf einer ganz anderen Entwicklungsstufe liegen, die andere Staaten der Erde vermutlich gerne erst einmal erreicht hätten. Im internationalen Vergleich relativiert sich so manches hitzig diskutierte Problem in Deutschland. Diese Einordnung ist hier natürlich nicht als Plädoyer zu verstehen, diese Probleme nicht engagiert anzugehen. Argumente für populistischen Alarmismus ergibt dieser Bericht also nicht. Erkennbar sind durchaus Fortschritte, aber grundlegende lang bestehende kritische Einschätzungen bestehen fort, z.B. die Unterfinanzierung des deutschen Bildungssystems. Siehe unter oecd.org/edu/Germany-EAG2014-Country-Note-german.pdf

Umweltschädliche Subventionen: 52 Milliarden Euro

Nach einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) beliefen sich die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland auf über 52 Milliarden Euro im Jahr 2010. Kein systematischer Abbau sei in Deutschland erkennbar. Die für die Fächer Politik, Sozialwissenschaften und Wirtschaft der Sekundarstufe II interessante Studie unter umweltbundesamt.de/publikationen/umweltschaedliche-subventionen-in-deutschland-2014

Debattembeitrag zur gesellschaftlichen Zukunft (Jeremy Rifkin)

Der Ökonom Jeremy Rifkin äußert sich im Magazin Profil mit einigen ungewöhnlichen Thesen über das schleichende Ende des Kapitalismus, das Auslaufmodell Facebook und die Vision eines völlig neuen Gesellschaftssystems. Ein interessanter Debattenbeitrag! Profil ist ein österreichisches, wöchentlich erscheinendes Nachrichtenmagazin mit inhaltlichem Schwerpunkt auf Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur. Das Nachrichtenmagazin erscheint jeden Montag mit einer Druckauflage von 92.984 Stück. Artikel unter profil.at/articles

Sondergutachten „Klimaschutz als Weltbürgerbewegung“ (WBGU)

“Die Klimapolitik tritt auf der Stelle, der Klimawandel schreitet ungebremst voran. Doch inmitten dieser Menschheitskrise gibt es neue Hoffnung. Sie hängt zusammen mit starken Bewegungen in Richtung Nachhaltigkeit, die sich neuerdings überall in der Zivilgesellschaft formieren: Soziale Netzwerke, Städte und Kommunen, Religionsgemeinschaften, Unternehmensallianzen und Staatenclubs erweitern Klimaschutzinitiativen und treiben die politischen Entscheidungsträger zum kraftvollen Handeln jenseits des Tagesgeschäfts an. Die verantwortungsbewusste Politik gewinnt dadurch ihrerseits wertvolle Verbündete bei der Überwindung des multilateralen Stillstands und bei der Gestaltung einer Zukunft ohne Klimachaos. Im Wechselspiel der jeweiligen Akteure kann ein ehrgeiziges Abkommen in Paris im nächsten Jahr durchaus gelingen. Dies zeigt das neue Sondergutachten „Klimaschutz als Weltbürgerbewegung“ des WBGU, …. In dem Papier empfiehlt der WBGU … eine Doppelstrategie für die internationale Klimapolitik: Zum einen soll das geplante Pariser Abkommen den weltweiten Ausstieg aus den fossilen CO2-Emissionen festschreiben und somit als Wegweiser dienen. Zum anderen sollten zivilgesellschaftliche Initiativen gefördert werden, durch die sich Akteure Verantwortung aneignen und eigenständig Beiträge zu einer klimaverträglichen Lebens- und Wirtschaftsweise leisten” (zitiert nach Pressemitteilung). “So kann eine verschränkte Verantwortungsarchitektur für die Zukunft unseres Planeten entstehen, in der vertikales Delegieren und horizontales Engagieren keinen Gegensatz bilden, sondern sich wechselseitig verstärken” (zitiert aus dem Vorwort der Studie). Das interessante Sondergutachten als pdf-Datei unter wbgu.de/fileadmin/templates/dateien/veroeffentlichungen/sondergutachten

Konservative Wissenschaftler im Kampf gegen Klimaschutz

Während in Europa und vielen Teilen der Welt der Klimakrise der Kampf angesagt wird, hält die Skepsis darüber in großen Teilen der Bevölkerung der USA weiterhin an. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt die Harvard-Historikerin Naomi Oreskes, warum das so ist. Der Grund dafür: Jahrzehntelange Lobbyarbeit von Tabakkonzernen und konservativen Wissenschaftlern in den Medien, um Eingriffe der Regierung in die freie Marktwirtschaft zu verhindern. Die Forschungsergebnisse zu den Strategien der Klimaskeptikern liegen jetzt vor. Das Interview mit Naomi Oreskes finden Sie unter sueddeutsche.de/wissen/strategien-der-klimaskeptiker-wissenschaft-wurde-als-nebelwand-missbraucht

movum – Briefe zur Transformation

Die seit kurzem neu erscheinende Publikation will an die Geschichte der Ökologischen Briefe anknüpfen, die in den 1970er Jahren die Umweltdebatte in der Bundesrepublik befeuerten. Herausgeber und Redaktion sind deshalb auch an einer Debatte mit ihren Lesern interessiert. movum erscheint alle zwei Monate im GutWetter Verlag und wird vom Umweltbundesamt gefördert. Heft 1 und 2 als pdf-Dateien unter movum.info/

Getagged mit