Was ich geschafft habe:

Am 4. August 2014 startete mein freiwilliges ökologisches Jahr mit einem zweiwöchigen Praktikum in der Baumschule, wo ich mir einige einfache gärtnerische Fähigkeiten aneignen konnte. Da ich zuvor kaum Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hatte und es teilweise ziemlich harte Arbeit mit sich zog, war ich ziemlich stolz als ich das Praktikum erfolgreich beendete.

Am Pascal Gymnasium gehörte zu meinen ersten Aufgaben das Mähen der Wildblumenwiese. Auch wenn ich anfangs etwas Angst vor dem Umgang mit der Sense hatte, und auch immer noch Respekt vor diesem Gartengerät habe, ist es mir gelungen, die Aufgabe durchzuführen.

Wenig später begann das Teeprojekt. Ab meinem 3. Arbeitstag recherchierte ich rund um das Thema Tee. Was am Ende herauskam, waren 3 Sorten Tee aus Kräutern aus dem Schulgarten, welche ich am Tag der offenen Schule an einem eigenen Stand verkaufte. Besonders positiv war die Erfahrung deshalb, weil ich wirklich fast alles alleine organisiert habe. Dadurch sind zwar auch kleine Fehler passiert, aber insgesamt lief es sehr gut und wir haben eine Menge Tee verkauft.

Mit der FSJ’lerin Eva Lehner habe ich innerhalb der Betreuung mit den Kindern Apfelkompott gemacht. Auch wenn es leicht klingt, ist es ziemlich kompliziert, da die Gläser beispielsweise vorher richtig sterilisiert werden müssen. Des Weiteren braucht es eine Menge Konzentration und Aufmerksamkeit, wenn man 10 Kinder mit Messern ausstattet. Ich kannte mich vorher nicht damit aus wie das Einkochen wirklich funktioniert, was fast etwas peinlich ist, weil es ja eigentlich ziemlich simpel ist, aber jetzt weiß ich sehr gut wie es geht und das ist eine tolle Erfahrung.

Was ich ebenfalls geschafft habe, ist die Durchführung des Klimafrühstückes am letzten Tag dieser Reihe. Die Tage zuvor hatte ich immer nur geholfen, aber jemand von den Cafeteria Mitarbeitern hat mich den Aufgaben zugewiesen. Den letzten Tag war ich alleine und musste die Eltern, die freiwillig zum  Helfen gekommen waren anweisen. Gerade wenn es um Lebensmittel geht und Kinder und beides zusammen, dann schätze ich hat man eine große Verantwortung. Es freut mich sehr, dass ich es dennoch geschafft habe.

Außerdem habe ich Frau Patzner bei dem Südstadtfest in Grevenbroich an dem Bunte Hausnummern Stand unterstützt. Das hat sehr viel Spaß gemacht, weil eine Menge Kinder ihre Hausnummern bunt ausmalen wollten.

Darüber hinaus ist es mir gelungen ein eigenes, wenn auch kleines, Insektenhotel zu bauen und die Homepage der iNag zu pflegen, indem ich unter  Anderem selbst Beiträge erstelle.

Auch habe ich es geschafft das Pausenkino selbstständig durchzuführen. Jeden Montagmittag kommen rund 30 Kinder aus der 5. und 6.Klasse um Kinderfilme zum Thema Umwelt anzusehen. Diese positive Reaktion auf das Angebot freut mich besonders, da es meine eigene Idee war Kinderfilme zu zeigen.

In den Winterferien habe ich einen Entwurf zum Kompensationspass gemacht, welcher dazu dient die Kinder anzuregen ihren CO2–Ausstoß zu reduzieren umso Livias Emissionen auszugleichen.

Des Weiteren treffe ich mich regelmäßig mit der Sozialpädagogin Karin Josczok um Reflexionsgespräche durchzuführen. In diesen geht es darum über meine Tätigkeiten zu sprechen sowie über das generelle Arbeitsklima. Es ist gut zu wissen, dass falls etwas mal nicht so gut funktionieren sollte oder man Probleme mit anderen Mitarbeitern hat, man sich an sie wenden kann.

Was ich gelernt habe:

All diese Dinge, die ich in den letzten Monaten geschafft habe sind danach aber nicht weniger wichtig nur, weil sie jetzt erledigt sind. Vielmehr konnte ich durch sie viele neue Sachen lernen, die mir bei weiteren Projekten und Tätigkeiten im nächsten halben Jahr helfen werden.

Zum einen habe ich eine Menge über das Gelände und seine Pflege gelernt, wie zum Beispiel den Ausbau der Benjeshecke und ihren Zweck oder wie man einen Teich ausdünnt oder Pflanzen einpflanzt. Wichtig ist vor allem, dass ich gelernt habe, wie man einen Garten ökologisch bewirtschaftet. Beispielsweise habe ich mitgeholfen Pferdemist als natürliches Düngemittel auf die Anbauflächen aufzutragen.

Selbstverständlich habe ich auch sehr viel über das Thema Nachhaltigkeit gelernt. Zum Beispiel über den ökologischen Fußabdruck oder den Klimawandel und wie alles miteinander zusammenhängt. Ich wusste zwar vorher, dass es das alles gibt, aber nicht in welchem Ausmaß es stattfindet. Für mein Seminar habe ich etwas zum Thema Global Players vorbereitet und dabei sehr viel über den Erdölsektor erfahren, das Meiste war natürlich eher negativ.

Zum anderen habe ich mehr über mich und meine Fähigkeiten gelernt. In der Vergangenheit ist es mir oft schwer gefallen alleine Verantwortung für etwas zu tragen oder Sachen vollständig alleine zu organisieren beziehungsweise habe ich es mir selten zugetraut. In den letzten Monaten musste ich jedoch zum Beispiel das Pausenkino oder den Teestand organisieren. Bei dem Teestand lief nicht alles direkt perfekt und ich bin teilweise an meine Grenzen gekommen, aber im Endeffekt habe ich es hingekriegt.

Ich habe gelernt wie man Leute um Hilfe fragt und mit Lehrern Absprachen trifft und wie ich meine Schwächen, zum Beispiel dass ich teilweise etwas unorganisiert bin, kompensieren kann. Hierzu kann man beispielsweise das SMART-Prinzip nutzen, da man einen Überblick über seine Projekte behält.

Etwas wirklich durchzuziehen ist mir bisher nie richtig gelungen, umso mehr freut es mich gelernt zu haben, dass es halb so schlimm ist und man keine Angst vor Verantwortung haben muss.

Was ich noch schaffen möchte:

Für das nächste halbe Jahr habe ich mir schon einige Ziele gesetzt.
Zunächst soll das Pausenkino auf jeden Fall weiterlaufen und die Schüler als Testgruppe für den Kompensationspass genutzt werden.

Falls Benjamin Lux die Erlaubnis für den Bau eines Aquariums bekommt, möchte ich mich auf jeden Fall daran beteiligen, weil ich Fische sehr gerne mag und mich für Aquarien interessiere.

Darüber hinaus möchte ich wenn es wieder wärmer wird den Schulgarten weiter pflegen und neue Sorten Gemüse und Pflanzen säen, weil ich das noch nie in dem Umfang gemacht habe.

Außerdem möchte ich ein Projekt zum Thema Plastik starten, indem beispielsweise Butterbrotdosen gestaltet werden könnten. Das Thema liegt mir sehr am Herzen, da ich gerade den riesigen Anteil an Abfall im Meer als besonders schlimm empfinde.

Ich wurde auch gefragt, ob ich Dienstag ebenfalls in der Betreuung helfen kann. Ob ich das will, weiß ich noch nicht, aber wenn, dann nur wenn ich etwas hätte was ich mit den Kindern regelmäßig zum Thema Umwelt machen kann. Eine Idee wäre zum Beispiel, dass die Kinder alten Sachen mitbringen und wir versuchen daraus etwas Neues zu basteln oder Kresse anzubauen.

Falls der geplante Nachhaltigkeits-Imagefilm in meiner Einsatzzeit noch durchgeführt werden sollte, will ich auf jeden Fall dabei mitwirken.

Für mein privates Umfeld nehme ich mir vor noch mehr Leute im Freundeskreis usw. aufzuklären, denn wenn man einmal so viele Informationen zu diesen Themen erhält hat man auch den Drang sie anderen mitzuteilen und seinen eigenen Lebensstil zu überdenken.

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